Wettbewerb Ergänzungsneubau Carlo-Schmid-Gymnasium Tübingen

Bauherr Universitätsstadt Tübingen
HOAI Architektur Leistungsphase 1-2
Projektteam Natalie Otto / Nathalie Buschow / Ann-Kathrin Fischbach
  Sima Hauke / Alexandra Schabel / Julia Mergl
Wettbewerb Teilnahme

Der entworfene Neubau des Carlo-Schmid-Gymnasiums ergänzt die gewachsene Schullandschaft des Campus Feuerhägle und stärkt die bestehenden Wege- und Freiraumbeziehungen. Als kompakter, quadratischer Solitär fügt sich das Gebäude selbstverständlich in die heterogene Struktur ein, definiert neue Raumkanten und schafft zugleich großzügige Freiräume. 

Die innere Organisation spiegelt sich im Baukörper wider. In den beiden offenen Sockelgeschossen befinden sich die gemeinschaftlich genutzten Bereiche für Kunst, Musik sowie Aufenthalts- und Lehrerbereiche. Ein zweigeschossiges Foyer mit Galerie bildet das kommunikative Zentrum und bietet Raum für Ausstellungen, Konzerte und schulische Veranstaltungen. Darüber liegen drei identisch aufgebaute Lerncluster für die Klassenstufen 10 bis 12. Atrien und Lichthöfe sorgen für Orientierung, Tageslicht und vielfältige Kommunikations- und Lernbereiche. 

Die Fassade besteht aus einer Weißtanne-Holzfassade mit vorgelagerten vertikalen Holzlamellen und integrierten Photovoltaik-Modulen. Diese prägen das Erscheinungsbild, erzeugen Energie und übernehmen gleichzeitig den außenliegenden Sonnenschutz.

Das Tragwerk reagiert auf die unterschiedlichen Nutzungen: Ein massiver Stahlbetonsockel gewährleistet Schallschutz, Speichermasse und die Aufnahme der Lasten, während die drei Obergeschosse als ressourcenschonende Holzskelettkonstruktion mit Holz-Beton-Verbunddecken ausgeführt werden. Sichtbare Baubuche-Träger und natürliche Materialien wie Weißtanne und Wollfilz schaffen eine warme Lernatmosphäre und hohe Aufenthaltsqualität.

 

Wettbewerb Ergänzungsneubau Carlo-Schmid-Gymnasium, Tübingen