Neubau Gemeindehaus der Christuskirchengemeinde in Ulm-Söflingen

Bauherr Ev. Christusgemeinde Ulm, ev. Gesamtkirchengemeinde Ulm
Eberhardt Immobilienbau GmbH
Bauzeit 2013 – 2014
BGF 6.700 m²
BRI 21.845 m³
HOAI Leistungsbild Architektur Leistungsphase 1- 9 ( Gemeindehaus)
Architektur Leistungsphase 1- 4, 5 Fassadenplanung ( Wohnen)
Architektur Leistungsphase 1-9 Freianlagen
Projektteam Stefan Guter / Wolfgang May / Judith Greiner/
Wolfgang May / Florian Schorer/ Christian Schönleber / Katharina Tüchler
Dorothea Steffen / Maria-Theresa Böhringer / Dominik Eberhardt
Wettbewerb 1. Preis
Auszeichnungen BDA 2014 Hugo-Häring Auszeichnung

Die Christuskirche mit ihrer parkartigen Umgebung bildet ein wohltuender städtebaulicher Akzent am „Tor zu Söflingen“. Prägend und charmant wirkt die Gestaltung der solitären Kirche in den Stadtraum. Die Umgebung hingegen stellt sich sehr heterogen dar mit der östlich gelegenen Mischnutzung, im südlichen Bereich der bereits erfolgten urbanen Wohnbebauung und der direkt westlich angrenzenden offenen Wohnbebauung ähnlich einer „Gartenstadt“.   

Städtebauliche Grundidee der neuen Gesamtanlage ist diesen Sprung aus Urbanität in eine Maßstäblichkeit der Baukörper und Räume zu formen, insbesondere zur Christuskirche und der erwähnten Gartenstadt. Ein Wohlklang der Räume und Körper, der gemeinsam mit dem neuen Gemeindehaus, der Christuskirche und Wohnbebauung die Vorteile der „Parkanlage“ nutzt und bekräftigt mit hoher Aufenthaltsqualität und Raumproportionen.

Auftakt der Bebauung bildet die Christuskirche mit dem neuen Gemeindehaus im Mittelpunkt der Bebauung als Gemeinde-Zentrum im wörtlichen Sinne, vermittelnd zwischen Kirche und Wohnbebauung.
Mit der Anordnung des Gemeindehauses leicht versetzt zur Kirche entsteht der gemeinsame dezente Auftritt mit der Kirche der Christusgemeinde. Einladend öffnet sich der neue Kirchplatz, der südlich des Gemeindehauses in einen „Gemeindegarten“ mündet.
Die Wohnbebauung „umspielt“ nun dieses Zentrum mit unterschiedlichen Geschossigkeiten bis zu einem städtebaulichen Hochpunkt am südwestlichen Grundstück. Die differenzierten Höhenentwicklungen bilden den respektvollen Maßstab des entstehenden Gesamtensembles ab.

Diese Differenzierung der Baukörper schafft eine hohe Qualität der Außen- und Aufenthaltsräume, sowohl im Bereich der Gemeinde wie auch der Wohnungen. Attraktive öffentliche und private Räume entstehen.   
  
Die Erschließung der Gesamtanlage erfolgt komplett von Seiten der Königstrasse.
Zunächst das neue Gemeindezentrum, anschließend die Wohnbebauung mit der integrierten Tiefgaragenabfahrt.
Fußläufig werden alle Gebäudeteile der Geschosswohnungen über einen Fußweg erschlossen, der im Zentrum der Anlage alle Treppenhauszugänge erreicht und schließlich wieder auf den Kirchplatz mündet, dabei kommunikative Aufweitungen bietet. Die unter der Wohnbebauung liegende Tiefgarage erschließt wirtschaftlich alle Wohngebäude und den Kirchplatz.

Die Gesamtarchitektur der neuen Baukörper nimmt als maßstäbliche und klar formulierte kubische Ausformung Rücksicht auf die detailfreudige Architektur der Christuskirche.
Warme Naturtöne und Haptik bestimmen die gemeinsame Gestaltungsbasis und Temperierung der Fassaden: Der Kirchenbau als mittelbeiger und haptischer Baukörper, das Gemeindehaus mit leichter Haptik und hell-beiger Steinfassade und die Wohnbebauung mit flächigen dunkelbeigen Fassadenbauteilen kombiniert mit großzügigen Glasflächen.   






 

Neubau Gemeindehaus mit Städtebaulicher Neuordnung und Wohnungsbau